Neustart 2022

Wir alle haben gedacht, dass 2021 unser Jahr wird, nachdem uns die Corona Pandemie 2020 verhagelt hat. Daraus ist wohl nichts geworden. Und das neue Jahr steht schon vor der Tür.

Ich betrachte unsere Kunden, die Teams und die Umwelt und habe meine Gedanken niedereschrieben, was ich in den nächsten Monaten wichtig finden werde:

Neuausrichtung und Umstrukturierung

Viele Führungskräfte und Geschäftsführungen haben sich darin festgefahren, wie sie ihr Tagesgeschäft führen. Die Teams arbeiten auf Auto-pilot. Sie wissen, wie die Karre läuft. Da unsere Geschäftswelt aber einem ständigen Wandel unterliegt, sollten Führungskräfte auch über den Tellerrand hinaus blicken. Um bei der Auto-Analogie zu bleiben: Sie sollten neue Verkehrsmittel in Betracht ziehen – und eine Straßensperre auch mal als Chance sehen. Ein Umweg ändert den Blick auf die Umwelt.

Jede Führungskraft muss natürlich ihre Jahresziele im Blick halten und den Schwerpunkt ihrer Strategie für das nächste Jahr entsprechend den Veränderungen neu bewerten – Veränderungen durch sowohl indogene-, als auch exogene Faktoren.

Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie gemeinsam zu gestalten und die Schlüssel zum Erfolg liegen in guter Vorbereitung und guten Marktkenntnissen. Unsere 8-Quadraten-SWOT- und Implikationsmatrix zeigt Ihnen die wesentlichen Verbindungen zwischen Markt und Ihrem Unternehmen auf. Bringen Sie Ihr Team wieder auf Kurs, indem Sie Einblicke gewähren, sich neu fokussieren, einen neuen Rahmen schaffen und … gemeinsam neue Strategien entwickeln.

Prioritäten setzen

Bei der Entscheidung darüber, auf welche Projekte und Aktivitäten Sie sich im nächsten Jahr konzentrieren wollen, sollten Sie überlegen, was Ihrer Meinung nach in diesem Jahr zu kurz gekommen ist. Wir alle haben nur 24 Stunden am Tag und es ist wichtig das Gefühl haben, dass wir unsere Zeit effektiv und produktiv nutzen. Wenn Sie sich aktiv Zeit für die Aufgaben mit hoher Priorität nehmen, werden Sie feststellen, dass Sie mehr von der wichtigen Arbeit erledigen können.

Erstellen Sie sich eine Prioritätenmatrix, wägen Sie alle Ideen hinsichtlich ihrer Auswirkungen und ihrer Durchführbarkeit ab und haben Sie den Mut, sich für eine Sache zu entscheiden. Jede Entscheidung für eine Sache ist auch immer eine Entscheidung gegen eine Andere.

Process Excellence Hidden Champion

Das Konzept der Process Excellence umfasst die Idee der stetigen Verbesserung. In der Wirtschaft bezieht sich dieses Konzept darauf, dass jeder Mensch und jeder Prozess ständig verbessert wird. Besonders in Unternehmen mit vielen Mitarbeitern und noch mehr Prozessen, können kleine Verbesserungen in jeder Phase zu großen Verbesserungen führen. Wenn Sie die Process Excellence-Philosophie täglich in Ihrem Unternehmen umsetzen, können die Ergebnisse enorm sein. Selbst die kleinsten Veränderungen können auf lange Sicht einen großen Unterschied machen. Wer könnte das besser unter Beweis stellen, als der Deutsche Mittelstand mit seinen Hidden Champions?

Überarbeitung und Kommunikation Ihrer Ziele

Sobald die Geschäftsführung die neuen Schwerpunkte und Kernstrategien für das Jahr festgelegt hat, sollten diese Ziele schriftlich festgehalten und allen betroffenen Abteilungen, Teams und Mitarbeitern mitgeteilt werden. Spezifische und erreichbare Ziele auf einer Zeitachse sind ein wirksames Mittel, um die Mitarbeiter zu motivieren, etwas zu erreichen und Anerkennung zu erhalten. Einfach machen … und dabei den Spaß nicht zu kurz kommen lassen.

Strategiekommunikation ist genauso wichtig wie die Strategieformulierung, sie braucht nur etwas mehr Zeit.

Schaffen Sie das Gefühl, die Projekte im Griff zu haben

Die meisten Manager und Unternehmer wollen das Gefühl haben, alles unter Kontrolle zu haben. Aber angesichts des rasanten Tempos der Wirtschaft und unseres Lebensstils außerhalb der Arbeit, kann es leicht passieren, dass neue Aufgaben und Verbindlichkeiten entstehen.

Durch die Verwendung von unseren Projektchartas anstelle einer “To-Do-Liste” werden Unternehmer und Manager besser systematisiert und fühlen sich durch die übersichtliche Darstellung von Fristen besser organisiert. Der Fortschritt von Projektchartas wird in einem Do-Dashboard abgebildet, einem Dashboard, mal ganz ohne Zahlen.

Als Führungskraft agil handeln

Ghandi forderte einst die Menschen auf, die Veränderung zu sein, die sie in der Welt sehen wollen – und dies kann in Unternehmen so umgesetzt werden, dass Führungskräfte die Menschen sein können, die sie im Unternehmen sehen wollen. Wenn Führungskräfte in einem Unternehmen aktiv ihre Leistung, ihre Einstellung und ihr Verhalten stets kritisch hinterfragen, dann wird sich dies höchstwahrscheinlich auf das gesamte Unternehmen auswirken. Wenn jeder in einem Unternehmen als Vorbild agiert, wird das Unternehmen als Ganzes seine beste Leistung erbringen.

Dabei gibt es nicht den “einen richtigen Stil”, vielmehr müssen wir Führungskräfte heute agil führen, uns stets auf die aktuelle Situation anpassen uns uns aus einer Toolbox das passende Werkzeug nehmen.

Von Menschen lernen

Langjährige Mitarbeiter haben meist einen guten Einblick darin, wie die Dinge laufen, und ihr Feedback kann für die Entscheidungsfindung des Managements entscheidend sein. Anstatt sich darauf zu konzentrieren, Mitarbeiter zu belehren, können Führungskräfte auch davon profitieren, von den Mitarbeitern zu lernen. Es kann sein, dass die Mitarbeiter den Spieß umdrehen und ihren Vorgesetzten zeigen, wie Sie sie am besten führen können. Fragen Sie doch mal im nächsten Teammeeting: “Haben Sie ein Feedback zu Ihrer Rolle oder unseren Prozessen?” Von den Antworten werden Sie vielleicht überrascht sein, aber sie werden spüren, dass Sie meist offen und rücksichtsvoll sind.

Nutzen Sie die Macht der Komplimente

Vor allem für Führungskräfte liegt in jedem Augenblick eines Arbeitstages viel ungenutzte Kraft. Oft ist es eine einzige kluge Tat, z.B. eine überfällige Entscheidung, die im Team Kräfte freisetzt, die ein Unternehmen vorwärts bringen kann.

So, wie wir Neujahrsvorsätze haben, können Führungskräfte in Unternehmen “Komplimentenkarten” haben, die Anerkennung ausdrücken und Motivationsschübe bewirken. Überlegen Sie, welche Einzelmaßnahme Sie heute ergreifen könnten, um Ihr Unternehmen und Ihre persönliche Leistung voranzubringen.

Und was ist mit OGSM?

OGSM steht für Objective, Goals, Strategies and Measures (Ziele, Vorgaben, Strategien und Maßnahmen). Es ist der Businessplan auf einer Seite und mit Abstand mein favorisiertes Hilfsmittel für die Strategiefindung und -synchronisation in Teams und Unternehmen. Auf den ersten Blick ist der Businessplan klar und verständlich – und ganz besonders die Verbindungen zwischen seinen verschiedenen Elementen.

Das OGSM gliedert die Erkenntnisse Ihres unternehmerischen Handelns in eine nachvollziehbare Handlungsempfehlung. Er zeigt Ihnen die Faktoren und Strategien auf, die Ihr Unternehmen entscheidend prägen und macht sie auf den 2 wichtigsten Ebenen messbar: Auf Geschäftsführungsebene und in den einzelnen Abteilungen. Er hilft Ihnen bei der Zuteilung von Budget und Ressourcen. Er schafft das Engagement Ihres Teams neu zu wecken. Es hilft Ihnen bei strukturierten Follow-ups.

Das OGSM ist die perfekte Plattform für fortlaufende Pläne, Jahr für Jahr. Das macht ihn zu einem leistungsfähigen Tool, um Entscheidungen zu treffen und Fokus und Fortschritt im Unternehmen über Abteilungsgrenzen hinweg zu sichern. Darüber hinaus ist er ein perfektes Kommunikationstool für die Geschäftsführung, ins Unternehmen hinein.

Zusammengefasst heisst das: Gute Unternehmer haben einen OGSM, Schlechte haben eine Ausrede.


PS: Ich freue mich sehr, dass Sie diesen Beitrag lesen. Hier und auf LinkedIn schreibe ich hin und wieder über Actionable Strategies, Engaged People, Valuable Customers und Operational Excellence. Wenn Sie meine Beiträge regelmäßig lesen möchten, dann folgen Sie mir bitte und senden mir eine LinkedIn-Einladung.

Mehr über mich: Ich bin Unternehmer und Partner bei Business Markers. Ich arbeitete in meiner Vergangenheit als Produktenwickler im Fast Food, Zentraleinkäufer bei einem internationalen Konzern, innovativer Systemgastronom, aber auch als Eisverkäufer, Gläserblitz und Non-profit Mitbegründer. Ich bin Gadget-Liebhaber, Challenger, Eis-bader, Kaffee-Poscaster, Kitesurfer, Rennradfahrer und liebender Partner und Vater.

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